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Heilpflanzen-Archiv |
| Die
Arnika - Arnica montana |
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Arnika war erstaunlicherweise in der Medizin der Antike
nicht bekannt, erst Hildegard von der Bingen erwähnt
ihre Heilkraft bei Verletzungen aller Art. Dieses Anwendungsgebiet
hat auch heute noch Gültigkeit. In der Volksheilkunde
wurde Arnika schon früher eingesetzt – vornehmlich
als Abortivum und bei Menstruationsbeschwerden sowie zu rituellen
Zwecken ähnlich dem Johanniskraut. Goethe wurde Arnikatee
wegen seines Herzleidens verordnet.
Die Pflanze steht unter Naturschutz, Material für arzneiliche
Zubereitungen wird mittlerweile aus Kulturen gewonnen.
Woher kommt der Name?
Woher sich der Name "Arnika" ableitet, konnte bislang nicht
eindeutig geklärt werden. "Montana" kommt aus dem Lateinischen
von "mons" = Berg und bezieht sich auf die Tatsache, dass
die Pflanze in bis zu 2000 m Höhe gedeiht. Im Deutschen
sind viele Namen für die Arnika gebräuchlich, u.a.
Bergwohlverleih, Wundkraut, Fallkraut, Kraftwurz und Engelkraut.
 Wo
kann die Arnika helfen?
Auszüge aus den Blüten und Zubereitungen in Form
von Salben, Tinkturen und Öl werden äußerlich
zur Behandlung von stumpfen Verletzungen wie Zerrungen, Verstauchungen,
oberflächlichen Venenentzündungen, Prellungen und
Blutergüsse verwendet. Wegen der entzündungshemmenden,
antiseptischen und abschwellenden Wirkungen eigenen sich solche
Präparate auch zur Behandlung von Insektenstichen. Arnika
findet sich auch in Gurgelmitteln und einigen Kosmetika.
Worauf ist unbedingt zu achten?
Zubereitungen aus Arnika sollten nicht innerlich angewendet
werden, da die Pflanze giftige Stoffe enthält. Die Einnahme
homöopathischer Mittel
ist jedoch unbedenklich. Während Schwangerschaft und Stillzeit sollte
auch auf eine äußerliche Anwendung verzichtet werden, da nicht
bekannt ist, inwieweit toxische Inhaltsstoffe auch durch unverletzte
Haut in den Organismus gelangen können.
Arnika gehört zu der Familie der Korbblütler und kann wie diese
Allergien auslösen. Personen mit Überempfindlichkeit gegenüber
Korbblütler sollten Arnika meiden. Sollte während einer Behandlung
keine Besserung oder sogar eine Verschlimmerung des Krankheitsbildes auftreten,
darf die Therapie keinesfalls fortgeführt werden, da dies entweder einer
Allergie oder einer Reizwirkung der toxischen Inhaltsstoffe zugeschrieben werden
könnte.
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