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Heilpflanzen-Archiv |
| Der Eukalyptus -
Eucalyptus globolus |
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Die
Gattung Eucalyptus umfasst etwa 600 Arten und Rassen und ist
ursprünglich in Australien und Tasmanien beheimatet und gehören
zu den am höchsten wachsenden Hartholzbäumen. Der Königs-Eukalyptus
soll sogar eine Höhe von bis zu 100 Metern erreichen, der Eukalyptus
selbst schafft 60 Meter. Mittlerweile wird widerstandsfähige
Eukalyptus in vielen Regionen nicht nur wegen des wertvollen ätherischen Öls
angebaut, sondern auch als schnell wachsender Holzlieferant,
das zur Herstellung von Papier und Kartonagen verwendet wird.
Das zu medizinischen Zwecken aber auch verbreitet in Lebensmittel- und Kosmetikindustrie
verwendete ätherische Öl wird aus E. globulus und anderen Cineol reichen Eukalyptusarten
gewonnen. Der Koalabär ernährt sich ausschließlich von Eukalyptusblättern und
verträgt das ätherischen Öl auch in Mengen, die für andere Säugetiere und auch
Menschen toxisch wirken würden. In Europa erkannte man den Wert des ätherischen Öles
sehr schnell. Im frühen 19. Jahrhundert wurde Eukalyptusöl wegen seiner antiseptischen
Eigenschaften vor allem als Mittel zu Desinfektion medizinischer Geräte und in
der Wundbehandlung eingesetzt.
Woher kommt der Name?
Die Bezeichnung Eukalyptus leitet sich vom griechischen Wort „eu“ = gut und „kalyptos“ =
verschlossen ab und bezieht sich auf die mit abspringenden Deckel versehene Blütenknospe.
Der Name „Fieberbaum“ bedeutet nicht eine fiebersenkende Wirkung, sondern gründet
auf seine Eigenschaft, Feuchtgebiete durch sein schnelles Wachstum zu trocknen
und damit der Vermehrung krankheitsübertragender Stechmücken Einhalt zu gebieten.
Durch den hohen Gehalt der Blätter an ätherischen Öl wirkt er zudem wie ein Insekten
vertreibendes Mittel.
 Wo
kann der Eukalyptus helfen?
Eingesetzt wird das Eukalyptusöl überwiegend zur Behandlung von Erkältungskrankheiten.
Der Hauptbestandteil 1,8-Cineol = Eukalyptol wirkt in Form von Kapseln, Einreibungen,
Inhalationen oder Lutschbonbons wachstumshemmend auf Bakterien und Viren, kühlend,
Schleim verflüssigend und lindert somit Beschwerden, die in Zusammenhang mit
Erkältungskrankheiten, wie Husten oder Schnupfen auftreten. Im Vordergrund steht
dabei eine Linderung der lästigen Symptome, weniger die Behandlung der Erkrankung
selbst.
Worauf ist unbedingt zu achten?
Eukalyptusöl darf niemals unverdünnt angewandt werden, da bei Überdosierungen
schwere Vergiftungen, gekennzeichnet mit Atemnot, Übelkeit und Benommenheit,
auftreten können. Bei Säuglingen verbietet sich die Anwendung, bei Kleinkindern
sollte eine äußerliche Behandlung nur mit Vorsicht und nicht im Gesichtsbereich
vorgenommen werden. Da Eukalyptus reizend auf den Magen-Darm-Trakt wirkt, ist
die Anwendung bei entzündlichen Erkrankungen im Magen-Darm-Bereich, der Galle
oder bei schweren Leberleiden kontraindiziert.
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