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Heilpflanzen-Archiv |
| Der Ginkgobaum - Ginkgo
biloba |
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Der Ginkgobaum ist nicht nur hinsichtlich seines Erscheinungsbildes
außergewöhnlich. Entwicklungsgeschichtlich ist er
die älteste Baumspezies und stellt das Bindeglied zwischen
Farnen und Nadelhölzern dar. In Europa während der
ersten Eiszeit ausgestorben, blieb er in China und Japan erhalten
und wurde dort in Tempelanlagen kultiviert. Im 18. Jhd. gelang
die Züchtung in Deutschland.
Doch auch Künstler faszinierte der Baum. So verfasste
Goethe ein Gedicht über das zweigeteilte Blatt und es
diente auch als Vorlage für Motive des Jugendstils. Medizinisches
Interesse hierzulande erlangten die Blätter erst Mitte
des 20. Jhd.
Ginkgobäume sind sehr robust und kaum anfällig für
Schädlinge oder Umweltschäden. Besondere Berühmtheit
erlangte ein Ginkgobaum in Hiroschima, der im Jahr, nachdem
die Atombombe auf Hiroshima fiel, wieder austrieb und heute
noch lebt.
Woher kommt der Name?
Der Name Ginkgo leitet sich von der chinesischen Bezeichnung
Yin Shing ab, die Silberaprikose bedeutet und sich wohl
auf das Aussehen der Früchte bezieht. Yin Shing wurde
wohl zu Yin-Kuo latinisiert woraus dann Ginkgo wurde. Der
Zusatz biloba = zweilappig beschreibt die typische Blattform.

Wo kann der Ginkgo helfen?
In der westlichen Medizin werden standardisierte Spezialextrakte aus den Blättern
des Ginkgobaumes verwendet. Diese bewirken eine verbesserte Durchblutung und
schützen Nervenzellen vor schädlichen Einflüssen. Daher werden
solche Präparate zur Behandlung altersbedingter Gedächtnisstörungen,
sowie bei Durchblutungsstörungen in den Gliedmaßen, Schwindel und
Ohrensausen eingesetzt. Dabei sollte zunächst vor Behandlungsbeginn abgeklärt
worden sein, ob die Störungen nicht eine anders zu behandelnde Ursache
haben. Wichtig ist auch eine ausreichende Behandlungsdauer. So kann möglicherweise
ein günstiger Effekt erst nach etwa 6 bis 8 Wochen beurteilt werden.
Worauf ist unbedingt zu achten?
Ginkgopräparate werden in der Regel sehr gut vertragen, jedoch sind unter
bestimmten Umständen Vorsichtsmaßnahmen zu beachten. Da Ginkgo biloba
blutgerinnungshemmende Eigenschaft besitzt, kann - insbesondere bei Langzeitanwendung
- eine Wechselwirkung mit anderen die Blutgerinnung beeinflussenden Arzneistoffen
(z. B. Acetylsalicylsäure) nicht ausgeschlossen werden. In diesen Fällen
sollte die Einnahme nur nach Rücksprache mit dem Arzt erfolgen.
Nicht angewendet werden sollten Ginkgopräparate bei Überempfindlichkeit
gegenüber Ginkgo, während Schwangerschaft und Stillzeit und bei Kindern
unter 12 Jahren.
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