|
|
|
Heilpflanzen-Archiv |
| Die Pfefferminze
- Mentha x piperita |
 |

Die Pfefferminze, die vermutlich zufällig durch eine Kreuzung zwischen der
Bach- und Krauseminze entstanden ist, wurde erstmals Ende des 17. Jh. botanisch
beschrieben. Von der Pfefferminze wiederum sind über 100 Varietäten
und Sorten bekannt. Man unterscheidet z.B. dunkel- und hellgrüne Sorten,
wobei der dunkelgrüne Typ „Mitcham“ heute noch als besonders
gute Qualität gilt.
Die ursprünglichen Minze-Arten wurden bereits im Altertum in China, Ägypten
und Rom verwendet und auch kultiviert. Die volkstümliche Verwendung der
Pfefferminze leitet sich ebenfalls von der der reinen Arten ab.
Minzöle, wie z.B. das Japanische Pfefferminzöl, werden aus Varietäten
der Ackerminze gewonnen. Sie zeichnen sich durch einen hohen Mentholgehalt aus.
Die Anwendungsgebiete von Minzöl entsprechen denen des Pfefferminzöls.
 Woher
kommt der Name?
Die Bezeichnung „Mentha“ leitet sich vom griechischen Wort Minthe
ab. Der Sage nach soll die Nymphe Minthe von der Göttin der Unterwelt aus
Eifersucht in die wohlriechende Pflanze verwandelt worden sein. „Piperita“ leitet
sich vom lateinischen Wort piper = Pfeffer ab und bringt damit zum Ausdruck,
dass die Pfefferminze wegen des intensiven Geschmacks auch als Gewürz geschätzt
wurde.
Wo kann die Pfefferminze helfen?
Die Verwendung von Pfefferminzblätter oder des ätherischen Öls
beruhen in erster Linie auf die traditionelle Anwendung. Untersuchungen haben
gezeigt, dass die Inhaltsstoffe der Pfefferminze, darunter vor allem das Menthol,
auf den Magen-Darm-Trakt krampflösende, galletreibende und antiseptische
Wirkungen besitzen. Daher scheint die Verwendung bei Verdauungsbeschwerden mit
Blähungen und als Gallemittel gerechtfertigt zu sein. Es sind für diese
Indikationen zahlreiche Tees und Fertigarzneimittel erhältlich, die meist
noch weitere Pflanzenauszüge enthalten.
Mentholhaltige Einreibungen oder Inhalationen verschaffen durch den kühlenden
Effekt bei Schnupfen das Gefühl erleichterter Nasenatmung ohne jedoch direkt
abschwellend zu wirken. Weiterhin gibt es Hinweise, dass Zubereitungen aus dem ätherischen Öl äußerlich
aufgetragen bei Spannungskopfschmerzen helfen können.
Worauf ist unbedingt zu achten?
Mentholhaltige Einreibungen und Inhalationen dürfen bei Säuglingen
und Kleinkindern auf keinen Fall im Gesichtsbereich aufgetragen werden, da diese
sehr empfindlich reagieren.
Bei Einnahme von pfefferminzhaltigen Zubereitungen können wegen der relaxierenden
Wirkung auf den Magen-Darm-Trakt Sodbrennen und eine bestehende Refluxkrankheit
verschlimmert werden. Personen mit Gallensteinleiden oder Lebererkrankungen sollte
diese Arzneimittel nur nach Rücksprache mit dem Arzt anwenden.
|
|
|
|
|