|
|
|
Heilpflanzen-Archiv |
| Die Teufelskralle -
Harpagophytum procumbens |
 |
Die
im südlichen Afrika beheimatete Teufelskralle wird schon
lange von den einheimischen Völkern als Heilmittel gegen
Fieber, Magen-Darmleiden und Schmerzen verwendet. Mittlerweile
ist der Bedarf gerade in Deutschland so gestiegen, dass durch
schonende Sammlung und Kultivierung der Bestand der Heilpflanze
gesichert werden muß.
Woher kommt der Name?
Harpagophytum leitet sich aus dem Griechischen ab, wobei
harpagos = Enterhaken und phytum = Pflanze bedeuten. Mit
dieser Bezeichnung wird das Aussehen der mit Widerhaken
versehenen, holzigen Frucht beschrieben. Die Bezeichnung
procumbens = niederliegend bezieht sich auf die am Boden
liegenden Triebe.
 Wo
kann die Teufelskralle helfen?
Wässrige oder alkoholisch-wässrige Auszüge
aus den Speicherwurzeln besitzen entzündungshemmende
und schmerzlindernde Eigenschaften. Diese Mittel werden
zur Behandlung von verschleißbedingten Gelenkbeschwerden,
rheumatischen Erkrankungen und chronischen Rückenschmerzen
angewendet und zeichnen sich durch ihre gute Verträglichkeit
aus. Untersuchungen zur Wirksamkeit sind z. T. widersprüchlich,
was allerdings angesichts der verschiedenen Herstellungsmethoden
und des unterschiedlichen Ausgangsmaterial nicht verwunderlich
ist. Es wird empfohlen Extrakte einzunehmen, für die
positive Ergebnisse zur Wirksamkeit vorliegen.
Teufelskralle wird bei leichten Schmerzen allein, bei stärkeren
Schmerzen zur Unterstützung der bestehenden Therapie
eingesetzt, für die Behandlung akuter, starker Schmerzen
ist die Pflanze nicht geeignet. Ihre Wirkung setzt erst
innerhalb von 2 bis 4 Wochen ein.
Weiterhin ist eine Wirksamkeit bei Verdauungsbeschwerden
aufgrund der Bitterstoffe plausibel.
Worauf ist unbedingt zu achten?
Die Wirksamkeit einer Einnahme setzt erst nach 2 bis 4 Wochen
ein, daher ist sie zur Behandlung akuter Schmerzen nicht
geeignet.
Präparate aus der Teufelskralle sollten während
Schwangerschaft oder Stillzeit nicht angewandt werden, da
keine Daten zur Sicherheit und Unbedenklichkeit vorliegen.
Nicht verwendet werden sollten sie auch bei Geschwüren
des Magen-Darm-Traktes.
|
|
|
|
|