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Heilpflanzen-Archiv |
| Die Traubensilberkerze - Cimicifuga racemosa |
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in Nordamerika beheimatete Traubensilberkerze wurde bereits
von den Indianern als Heilpflanze gegen Frauenleiden und Schlangenbisse
verwendet und fand Eingang in den Arzneischatz der nordamerikanischen
Siedler, geriet aber bald wieder in Vergessenheit. Erst in
den 40-iger Jahren des 20. Jh. rückte die Pflanze wieder
in das Interesse der Wissenschaftler und kam in Deutschland
als Heilmittel gegen klimakterische Beschwerden auf den Markt.
Obwohl infolge der Einführung synthetischer Estrogene
die Pflanze zwischenzeitlich wieder an Bedeutung verlor, ist
sie gerade wegen der ausgezeichneten Verträglichkeit heute
eine interessante Alternative zu der Hormonersatztherapie.
Woher kommt der Name?
Der Name Cimicifuga leitet sich aus den lateinischen Wörtern
cimex = Wanze und fuga = Flucht ab, was sich in der deutschen
Bezeichnung Wanzenkraut niederschlägt. Obwohl die Pflanze
keinen intensiven Geruch besitzt, wurde ihr doch eine insektenabwehrende
Wirkung nachgesagt.
Der Artname racemosa = Traube bezieht sich auf die traubenartige
Blütenstände der Pflanze.
 Wo
kann die Traubensilberkerze helfen?
Wässrig-alkoholische Extrakte zeigen eine Estrogen ähnliche
Wirkung auf bestimmte Gewebe oder Organe. Sie scheinen einen
günstigen Effekt auf psychovegetative Beschwerden, die
im Zusammenhang mit den Wechseljahren (Menopause) der Frau
stehen, wie z.B. Hitzewallungen, Gereiztheit, depressive Verstimmung
und Schlafstörungen, aber auch auf Knochen, Haut und Gefäße
zu besitzen ohne jedoch die unerwünschten Begleiterscheinungen
einer Estrogentherapie auf die Gebärmutter, Eierstöcke
oder Brustgewebe zu zeigen.
Worauf ist unbedingt zu achten?
Extrakte aus der Traubensilberkerze werden seit etwa 50 Jahren
hier angewendet und zeichnen sich durch eine gute Verträglichkeit
aus. Die Traubensilberkerze scheint im Gegensatz zu den
Phytoestrogenen aus Rotklee oder Soja kaum unerwünschte
Estrogenwirkung zu entfalten. Trotzdem sollte von einer
Verwendung Abstand genommen werden während Schwangerschaft
und Stillzeit oder bei Vorliegen einer estrogen-abhängigen
Tumorerkrankung, deren Verlauf durch Estrogene bestimmt
wird, wie z.B. Krebserkrankungen der weiblichen Geschlechtsorgane.
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