Der chinesiche Zimt = Cassia-Zimt (von C. aromaticum) wurde bereits im ersten
chinesischen Kräuterbuch des Kaisers Chen Nung erwähnt, aber auch
als Gewürz verwendet. Er wurde von den Arabern in den Mittelmehrraum gebracht
und fand bereits Erwähnung im Alten Testament. Der im Aroma feinere Ceylon-Zimt
kam erst im 15. Jh. nach der Besitznahme Ceylons durch die Portugiesen nach
Europa und wurde dort zu einem sehr gefragten und teuren Gewürz. Später
kontrollierten Holland und England den Handel bis Ende des 18. Jh. der kulturmäßige
Anbau gelang. In der traditionellen Heillehre Indiens benutzt man Zimt als
wärmendes Mittel. Er ist auch Bestandteil zahlreicher orientalischer Gewürzmischungen,
wie z.B. Curry.
 Woher kommt der Name?
Das Wort „Zimt“ leitet sich vom lateinischen „cinnamomum“ ab
und entspricht der eigentlichen Bezeichnung. „Verum“ bedeutet im
Lateinischen „wahr, echt“.
Wo kann der Zimt helfen?
Zubereitungen aus der Zimtrinde sollen bei Verdauungsbeschwerden, Blähungen
und Völlegefühl helfen und sind Bestandteile einiger Fertigarzneimittel
und Teemischungen gegen Magen-Darm-Beschwerden. Hier erfolgt der Zusatz jedoch
meist eher aus dem Gesichtspunkt der Geschmacksverbesserung als der Wirkung wegen.
Auch in zahlreichen kosmetischen Produkten, wie z.B. Mundwässer, Zahnpasten,
findet sich das ätherische Öl der Zimtrinde. Neben dem angenehmen Aroma
kommt hier auch die gute desinfizierende Wirkung zum Tragen. Es gibt auch einige
Zimtpräparate als Nahrungsergänzungsmittel im Handel, die die Stoffwechsellage
von Diabetikern verbessern sollen. Tatsächlich wurden blutzucker- und cholesterolsenkende
Wirkungen beobachtet, die Erkenntnisse sind jedoch noch zu unzureichend, um daraus
eine Empfehlung ableiten zu können.
Worauf ist unbedingt zu achten?
Die Verwendung als Gewürz ist unbedenklich. Die Sicherheit der Einnahme
von größeren Mengen oder regelmäßig über längere
Zeit ist jedoch nicht bekannt. Bei Magen-Darm-Geschwüren oder während
einer Schwangerschaft verbietet sich eine therapeutische Anwendung. Die Bestandteile
des ätherischen Öls Zimtaldehyd, Thymol, Eugenol und Linalool werden
als mittelstark allergen eingestuft. Bei Überempfindlichkeit gegenüber
Zimt oder Perubalsam sollten Zubereitungen mit diesen Substanzen gemieden werden.
Die Einnahme von Zimtpräparaten zu einer unterstützenden Behandlung
der Zuckerkrankheit (Diabetes) sollte nicht ohne ärztlichen Rat erfolgen.
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